00:00:00: Intro Wer täglich für andere sorgt, sollte die eigene Gesundheit nicht auf die lange Bank schieben. Vorsorge ist die wichtigste Hausaufgabe. Hallo ihr Lieben, hier ist wieder eure Barbara Müller, Diabetesberaterin mit Herz und Humor. Und heute habe ich euch eine Lehrerin mitgebracht. Schön, dass ihr wieder da seid. Zwei ungebetene Mitbewohner Ich freue mich ja so, dass ich so viele Zuhörer habe. Und heute reden wir über zwei Mitbewohner. Die niemand eingeladen hat, aber trotzdem bei vielen Menschen eingezogen sind. Sie zahlen keine Miete, sie machen keinen Abwasch und sorgen trotzdem für ordentlich Druck im System. Und sie sorgen für süßes Blut Der Blutdruck und der Diabetes mellitus Typ 2.
Genauer gesagt, der zu hohe Blutdruck und zu hohe Blutzuckerwerte. Und das Tückiche an: ihnen, sie sind wie zwei Schüler in der letzten Reihe. Ganz leise, unauffällig und wenn man nicht hinschaut machen sie heimlich Unsinn. Der Blutdruck und der Diabetes, die klopfen nicht an. Der Blutdruck und der Diabetes, die tun nicht weh Der Blutdruck und der Diabetes schreien nicht Hallo. Ich bin gefährlich. Nein, sie sitzen still da und denken sich, wir arbeiten einfach mal langsam vor uns hin. Heute nehme ich euch mit in einen ganz normalen Schulalltag einer Lehrerin. Zwischen Pausengong, Klassenarbeiten, Elternmails geht es um etwas, das man nicht sieht, aber sehr ernst nehmen sollte Blutdruck und eine stille Verbindung zum Diabetes mellitus.
Denn beides kommt leise ohne Trauma, ohne: Schmerzen und oft mitten im ganz normalen Leben. Juliana, Lehrerin mit vollem Stundenplan. Julianas Schulalltag Juliana ist 48 Jahre alt, Grundschullehrerin. Sie organisiert Ausflüge, ihre Lieblingsfäße sind Sport und Kunst. Sie tröstet Kinder, sie korrigiert Hefte und denkt meistens zuletzt an sich selbst. Sie fühlt sich gesund, nur manchmal müde. Aber das ist im Schulalltag ja fast normal. Bis zu diesem einen Termin bei ihrer Hausärztin zur Gesundheitsvorsorge. Der Moment bei der Ärztin. Der Moment bei der Ärztin Routineuntersuchung Blutdruckmanschette am Arm. Die Ärztin misst schaut, misst noch mal. Dann sagt sie ruhig, Juliana, der Blutdruck ist zu hoch.
Der Wert ist 168 zu 90 Juliana plinzelt. Das ist mein Blutdruck.: Die Ärztin meint, das müssen wir kontrollieren. Wichtig regelmäßig zu Hause messen und im Tagebuch dokumentieren für die Ärztin oder eine 24-Stunden-Blutdruckmessung beim Arzt machen. Juliana sitzt ein paar Tage später bei mir in der Beratung Barbara, ich habe doch gar nichts gemerkt. Mir geht es gut. Wie kann ich einen hohen Blutdruck haben? Ja, ich nicke weil Blutdruck und Diabetes schleichende Erkrankungen sind. Man spürt sie oft nicht und genau deshalb sind regelmäßige Kontrollen beim Hausarzt so wichtig. Ja, sie schaut mich an. Also hätte ich es ohne Termin gar nicht gemerkt. Ganz genau, Juliana. Viele erfahren es zufällig und sind dann froh dass es entdeckt wurde. Blutdruckwerte verstehen
Was bedeutet denn 168 zu 90? Juliana, der Blutdruck hat zwei Werte. Der: obere Wert, 168, ist der Druck, wenn das Herz pumpt. Der untere Wert, 90, ist der Druck, wenn das Herz sich entspannt. Normal wäre 120 zu 80 oder höchstens 130 zu 85. Dein Herz arbeitet gerade im Hochdruckgebiet, Juliana. Warum Bluthochdruck gefährlich ist Warum ist denn blutdruck so gefährlich juliana sagt aber ich habe doch gar nichts gespürt ja ich nicht genau juliana das ist das problem bluthochdruck schädigt langsam herz gefäße gehirn nieren die augen Und der Bluthochdruck erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt für einen Schlaganfall, aber auch für Gefäßerkrankungen.
Ich erkläre es nochmal ganz einfach nach Barbaras Modell. Zu viel Druck im Leitungssystem macht irgendwann Schaden Und gerade bei Lehrerinnen, die ständig funktionieren müssen, wird: das eigene Wohlbefinden oft hinten angestellt. Jetzt möchte ich noch die Verbindung Bluthochdruck und Diabetes erklären. Die Verbindung: Bluthochdruck und Diabetes Bluthochdruck und Diabetes treten oft gemeinsam auf. Sie sind wie zwei Kollegen, die sich gegenseitig verstärken. Aber was machen beide? Schädigen Gefäße? Belasten das Herz? Erhöhen das Risiko für Folgeerkrankungen? Und beide spürt man oft lange nicht. Deshalb sind Kontrollen so wichtig. Behandlung und Selbsthilfe
Jetzt nochmal die Behandlung ein bisschen wissenschaftlicher erklärt. Juliana fragt was passiert jetzt? Ich erkläre, bei dauerhaft erhöhtem Blutdruck empfehlen Leitlinien oft Medikamente. Die ersten Wahlen der Medikamente sind häufig ACE-Hämmer oder AT1-Blocker. Sie schützen das Herz, die Gefäße und: die Nieren. Das ist gerade bei Diabetes besonders wichtig. Juliana richtet sich auf, was kann ich denn selbst tun? Ich lächle ganz viel. Bewegung weniger Salz, mehr Gemüse, den Stress reduzieren, regelmäßige Kontrollen und wenn erforderlich regelmäßig Blutdruckmedikamente einnehmen. Ich sage, Spazierengehen ist eine der besten Blutdrucktabletten Sie lacht Der ruhige Moment. Fazit und Verabschiedung
Juliana wird nachdenklich. Gut, dass ich zur Kontrolle gegangen bin. Ich nicke. Genau deshalb sind Routineuntersuchungen so wichtig. Nicht, weil man krank ist, sondern damit man gesund bleibt. Und ihr Leben. Bluthochdruck und Diabetes sind oft leise Begleiter. Man spürt sie nicht, aber sie wirken. Regelmäßige Kontrollen beim Hausarzt und der: Hausärztin können Leben retten. Ich bin eure Barbara Müller und ich sage, Gesundheit beginnt oft mit einem Termin, den man eigentlich nur zur Sicherheit macht. Ich sage euch Tschüss bis zur nächsten Folge. Wenn ihr mich unterstützen wollt, bewertet bitte den Podcast und empfehlt ihn weiter. Alles Liebe, Barbara.