Diabetes einfach erklärt

Diabetes einfach erklärt

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:05: Wer versteht, was im Körper passiert?

00:00:08: Verliert die Angst vor dem Wort Diabetes.

00:00:20: Ich freue mich ja so dass die Reise beginnt!

00:00:25: Ich öffne die Tür von meinem Schulungsraum.

00:00:28: ich freue mich.

00:00:29: wie der beginnt eine Schulungsreise durch die Diabetologie.

00:00:34: Sechs Menschen sitzen schon im Halbkreis.

00:00:38: sechs verschiebene Leben sechs unterschiedliche Geschichten Aber eine gemeinsame Frage.

00:00:47: Was passiert eigentlich in meinem Körper, wenn ich Diabetes habe?

00:00:53: Ich lächle in die Runde!

00:00:55: Ich freue mich!

00:00:56: Schön dass ihr alle da seid!

00:00:58: Heute beginnt unsere Basisschulung.

00:01:01: Diabetes Melitus und ich verspreche euch hier wird nicht nur gelernt Hier wird auch gelacht.

00:01:09: Herbert meldet sich.

00:01:12: Bevor wir anfangen, hole ich meinen Assistenten heraus.

00:01:17: Keine Angst!

00:01:18: Er beißt nicht ein kleines pinkes Schwein.

00:01:23: Ich drücke einmal kräftig drauf.

00:01:27: Der Raum wird kurz still und dann fang alle an zu lachen.

00:01:31: Das ist mein Herbert, erkläre ich Mein Schulungsassistent Wenn Herbert ruft.

00:01:38: Bedeutet das?

00:01:40: Jetzt kommt etwas Wichtiges.

00:01:42: Ich schaue in die Runde!

00:01:45: Diese Menschen werden uns durch die Schulung begleiten, ich stelle sie euch vor.

00:01:51: Clara – klar ist Achtundfünfzig.

00:01:54: Sie ist Hausfrau und Mutter von vier Kindern.

00:01:58: Sie ist eine ganz, ganz freundliche Frau aber sie ist auch etwas besorgt.

00:02:05: Sie hat Angst.

00:02:07: Ich habe doch immer gesund gekocht, sagt sie.

00:02:11: Ich versteh's nicht!

00:02:12: Ihr habt ja ein.

00:02:13: C liegt bei sechs Komma neun bzw.

00:02:17: zweiundfünfzig Millimol.

00:02:20: Klarer möchte möglichst keine Medikamente einnehmen.

00:02:24: Ihr Ziel ist es den Diabetes durch Gewichtsreduktion und eine Lebensstilveränderung in den Griff zu bekommen.

00:02:33: Jetzt kommen wir zu Heinz.

00:02:35: Heinz isst ein Original Heinz' Hausmeister bewegt sich den ganzen Tag, er ist normalgewichtig hat ein Habeja-Eins C von sieben Komma acht beziehungsweise zweiundsechzig Millimol.

00:02:50: Es ist gerade erst entdeckt worden.

00:02:53: Ich verstehe das nicht sagte ich bin doch gar nicht dick.

00:02:58: Trotzdem wurde bei mir Diabetes mellitus festgestellt und außerdem habe ich noch eine Fettstoffwechselstörung.

00:03:07: Obwohl, ich überhaupt keinen fett esse!

00:03:09: Ich mag überhaupt kein fett.

00:03:11: Jetzt kommen wir zu Willi.

00:03:13: Willi ist ein Bauer.

00:03:16: Er hat einen großen Bauernhof mit vielen Tieren und bearbeitet auch viele Felder.

00:03:27: bzw.

00:03:28: seventy Millimol, Willi hat große kräftige Hände eine kräftig Statue aber auch ein stattlicher Bauch ist vorhanden.

00:03:42: Willi sagt ich arbeite jeden Tag hart auf dem Hof.

00:03:47: er hat Marta mitgebracht seine Ehefrau.

00:03:51: Willy meint gleich Marta.

00:03:53: die ist für das Kochen zuständig und Marta hat sich so angestrengt gesund zu kochen, seitdem die Diagnose von Willi bekannt ist.

00:04:04: Aber Martha rollt mit den Augen und sagt, bei Willi ist Hopfen-und Malz verloren.

00:04:12: Willi erzählt gleich, ich nehme so zwei dicke Pillen morgens und abends.

00:04:17: Die legt mir die Marta hin!

00:04:20: Ich weiß eigentlich gar nicht für was diese Medikamente

00:04:22: sind.".

00:04:23: Der Hausarzt hat sie aufgeschrieben, aber seine Marta ist der Gesundheitsminister auf dem Bauernhof.

00:04:31: Marta versorgt alle – hat Leo der alte Hund Probleme mit den Zähnen oder das Kalb eine Entzündung an der Klaue?

00:04:40: Die Marta behandelt alles!

00:04:43: Also Willi kümmert sich nicht um seine Krankheiten, er hat ja Marta.

00:04:48: Martah ist der Gesundheitsminister.

00:04:51: Marta schüttelt nur den Kopf.

00:04:54: Aber Willi liebt gutes Essen, am liebsten Deftig!

00:04:59: Schweine praten, Klös natürlich mit Dixos und ein gutes Pelz.

00:05:05: Und er sagt gleich zu seiner Marta, Marta so einen Diätkram das brauchst du überhaupt nicht mehr zu kochen?

00:05:12: Und Salat denn kannst du gleich den Hühnern geben.

00:05:16: Jetzt muss ich doch mal lachen und die ganze Gruppe fängt auch an zu lachen.

00:05:21: Wir kommen zu Tanja.

00:05:23: Tanja ist sechsundvierzig, hat ein Haber-Eins C von acht Komma Eins beziehungsweise fünfundsechzig Millimol.

00:05:31: Sie ist Friseurin und sie hat einen eigenen Laden.

00:05:34: Sie hat viel Stress!

00:05:37: Sie ist eine ganz ganz lustige aber immer auf der Überholspur.

00:05:43: Barbara ich habe schon jede Diät gemacht sagt sie.

00:05:46: jetzt hätte ich gern einfach die Abnehmensspritze.

00:05:50: Zeit für Veränderung hat sie eigentlich kaum.

00:05:55: Sie hat auch kein Lust mehr und ist die mitleidigen Blicke ihrer Kundschaft übertrüsselt.

00:06:02: Jetzt haben wir noch Theo, er ist in der Formatik.

00:06:14: Er sitzt die ganze Woche am Schreibtisch aber Am Wochenende fährt er gerne Fahrrad.

00:06:21: Aber manchmal passieren Sachen und er weiß gar nicht, wie das passiert ist.

00:06:28: Unter der Woche verschwinden manchmal ganze Tüten Kumibärchen – so einfach vom Schreibtisch!

00:06:36: Ja….

00:06:36: Das ist Nervenmahrung.

00:06:38: Er erzählt in seiner Familie haben alle Diabetes.

00:06:42: Wir sind eine süße Truppe.

00:06:45: Herbert?

00:06:47: Meldet sich, jetzt wird es ruhig.

00:06:50: Jetzt geht es um eine ganz wichtige Frage!

00:06:53: Ich schreibe ein Wort auf das Flippschart.

00:06:57: Diabetes mellitus.

00:06:59: Dann frage ich Was glaubt ihr?

00:07:02: Was bedeutet das eigentlich?

00:07:05: Heinz sagt Die Bauchspeicheltrüse macht kein Insulin mehr.

00:07:09: Klar meint Der Arzt sagt Mein Speck ist Schuld.

00:07:14: Durch das Übergewicht ist der Diabetes Melitus gekommen.

00:07:18: Tanja sagt, mein Arzt hat etwas von Insulinresistenz gesagt.

00:07:24: Ich würde im Insulin schwimmen aber ich habe keine Ahnung was das heißt Insulin-Resistenz.

00:07:31: Theo ergänzt – Im Internet steht es hab' ich gelesen man kann das mit Sport wieder loswerden.

00:07:39: Ganz viele Antworten!

00:07:41: Viele Fragen!

00:07:44: Dann klären wir das jetzt mal.

00:07:52: Die ganz einfache Erklärung Ich hole einen großen Schlüssel aus meiner Tasche.

00:07:58: Das hier sage ich, ist unser Insulin Der Schlüssel der Türöffne?

00:08:03: Da nehme ich ein Schwamm, stellt euch vor dass es die Körperzelle ist.

00:08:07: Ich stecke den Schlüssel hinein.

00:08:09: Wenn der Insulinschlüssel funktioniert kann der Zucker aus dem Blut in die Zellen gelangen.

00:08:16: Dort wird er zur Energie und Kraft.

00:08:20: Den Zellen geht es gut Wenn der Schlüssel nicht passt.

00:08:25: Jetzt nehme ich einen zweiten Schwamm.

00:08:28: Dieser ist dick mit Bauschaum verklebt.

00:08:32: Er hat eine Blockade.

00:08:34: Ich versuche den Schlüssel hineinzustecken, er klemmt.

00:08:38: Das nennt man Insulinresistenz Unempfindlichkeit.

00:08:42: Der Schlüssel ist da Aber das Schloss funktioniert nicht mehr richtig.

00:08:48: Der Zucker bleibt im Blut.

00:08:50: und was dann im Körper passiert?

00:08:52: Die Bauchspeicheltrüse merkt, der Blutzucker ist zu hoch.

00:08:57: Also produziert sie mehr Insulin – und mehr und noch mehr!

00:09:02: Und das macht sie über viele Jahre bis sie irgendwann erschöpft ist.

00:09:07: Dann entsteht zusätzlich ein Insulinmangel.

00:09:12: Clara schaut mich an also habe ich zu wenig Insulin.

00:09:17: Ich schüttle den Kopf.

00:09:20: Am Anfang klar ist es so, dass man sogar zu viel hat.

00:09:24: Deshalb auch der Begriff, den Tanja erwähnt hat im Insulin schwimmen.

00:09:30: Das verhindert übrigens eine Gewichtsreduktion!

00:09:33: Ich schaue Tanja an Die Atmet erleichtert auf.

00:09:37: Also bin ich nicht Schuld.

00:09:40: Nein Tanja Du bist nicht Schuld Aber hast du's jetzt verstanden?

00:09:46: Ja Die Bauchspeicheltrüse von mir, die arbeitet sich dann kaputt.

00:09:51: Ja genau!

00:09:52: Ist Übergewicht schuld, Heinz meldet sich.

00:09:56: Also ist das doch nicht nur eine Gewichtsfrage?

00:10:00: Nein sage ich!

00:10:01: Ich schreibe ein neues Wort an das Flippschart.

00:10:05: Stoffwechsel Diabetes mellitus ist eine Stoffwechsererkrankung.

00:10:11: Gewicht kann eine Rolle spielen aber auch Die Veranlagung, Zerabung, Bewegungsmangel.

00:10:19: die Ernährung das Alter den Stress Theonikt.

00:10:24: Also konnte ich es eigentlich gar nicht verhindern.

00:10:28: Ich antworte ruhig Nein.

00:10:31: Diabetes ist keine Frage von Schuld!

00:10:34: Ich erkläre das nochmal ganz kurz zusammengefasst Was heißt denn jetzt Diabetes mellitus?

00:10:41: Diabetes mellitus heißt dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte, eine gestörte Insulinwirkung oder ein Insulinmangel.

00:10:51: Wenn der Blutzugger über lange Zeit zu hoch ist können Schäden entstehen an den Gefäßen, an den Nerven und an den Augen am Herzkreislaufsystem.

00:11:03: also eigentlich können Schädchen entstehen im ganzen Körper.

00:11:07: aber Und das ist was ganz, ganz Wichtiges.

00:11:11: Gut eingestellt kann man sehr gut mit Diabetes-Mellitus leben!

00:11:16: Zum Schluss noch eine wichtige Unterscheidung.

00:11:20: Bevor wir für heute Schluss machen möchte ich noch etwas ganz Wichtiges erklären.

00:11:26: Herbert meldet sich ganz kurz.

00:11:30: Es gibt unterschiedliche Diabetesfarme bzw.

00:11:34: Typen.

00:11:35: Man unterscheidet vor allem Zwei Formen, Diabetes Melitus Typ I und Diabetes melitus Typ II.

00:11:45: Beim Diabetes-Melitus-Type I produziert die Bauchspeicheltrüse kein Insulin mehr.

00:11:51: Der Grund ist oft eine Autoimmunreaktion aber es gibt auch andere Ursachen – oft weiß man gar nicht warum er entstanden ist!

00:12:02: Das bedeutet Das Immunsystem greift die Insulin produzierenden Zellen an und zerstört sie.

00:12:09: Dadurch fehlt das Insulin komplett, der Zucker kann nicht mehr aus dem Blut in die Zellen gelangen.

00:12:16: Menschen mit Typ-I Diabetes müssen deshalb Insulin spritzen – und zwar ein ganzes Leben lang.

00:12:25: Diese Form tritt häufig bei Kindern und Jugendlichen auf Kann aber auch noch im erwachsenen Alter beginnen.

00:12:32: Jetzt kommen wir zu Diabetes Melitus Typ II.

00:12:36: Beim Diabetes-Melitus-Typ II, über den wir heute hauptsächlich gesprochen haben, produziert die Bauchspeicheltrüse zunächst noch Insulin.

00:12:47: Die Körperzellen reagieren jedoch immer schlechter darauf – man nennt das Ganze die Insulinresistenz eine Unempfindlichkeit!

00:12:57: Der Zucker bleibt dadurch im Blut.

00:13:00: Die Bauchspeicheldrüse versucht das auszugleichen und produziert immer mehr Insulin.

00:13:06: Mit der Zeit kann sie sich dann erschöpfen, dann kann zusätzlich ein Insulinmangel entstehen.

00:13:15: Diabetes Typ II entwickelt sich meist langsam über viele Jahre.

00:13:21: Das Wichtigste nochmal zu mitleben – egal ob Typ I, Typ II, Diabetes mellitus bedeutet dass der Körper den Blutzucker nicht mehr richtig regulieren kann.

00:13:33: Mit dem richtigen Wissen, einer guten Behandlung und einem bewussten Umgang mit der Erkrankung – kann man jedoch sehr gut damit leben!

00:13:44: Ein ganz wichtiges Anlegen von mir und hört auf die Zuckerfee versucht alle eine Diabetes-Schulung zu machen, denn Wissen ist

00:13:54: Macht!".

00:13:56: Herbert meldet sich nochmal.

00:14:00: Alle fangen ein zu lachen.

00:14:02: Und damit möchte ich heute die Schulungsschatzkiste schließen, bis zur nächsten Diabetesreise!

00:14:10: Bis dahin gilt – seid freundlich zu eurem Körper.

00:14:14: Er arbeitet jeden Tag für euch.

00:14:17: Alles Liebe Barbara.

00:14:19: Wenn ihr mich unterstützen wollt bewertet den Podcast bitte und empfehlt ihn weiter.

00:14:25: Als Überraschung für meine lieben Kolleginnen findet ihr eine Arbeitsanleitung für die Schulungsmaterialien, die ich in diesem Podcast besprochen habe mit Bild.

00:14:38: Dann könnt ihr sie nachbasteln und vielleicht in eure Schulungen einbauen!

00:14:43: Ich wünsche euch ganz viel Spaß – alles Liebe Barbara!