Diabetes einfach erklärt

Diabetes einfach erklärt

Transkript

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00:00:00: Barbara Müller: „Einmal pro Woche spritzen – und sieben Tage lachen!“

00:00:07: Barbara Müller: Hallo, ihr Lieben! Ich bin Barbara Müller, Diabetesberaterin DDG – mit Herz, Humor und manchmal auch einem kleinen Insulinpen in der Handtasche. Heute erzähle ich euch von Elisabeth, eine meiner Lieblingspatientinnen – eine kluge, warmherzige Frau, mit einem Dackel namens Hercules, der so stur ist wie ein Blutzucker am Montagmorgen!

00:00:40: Barbara Müller: Das alte Insulin – zwei Spritzen, viele Sorgen. Frau Großmann hatte über Jahre ein sogenanntes NPH-Insulin, das sie zweimal täglich gespritzt hat – morgens und abends. Eigentlich lief alles ganz gut, wäre da nicht das Problem mit den Unterzuckerungen gewesen.

00:01:05: Barbara Müller: Wenn sie im Garten gearbeitet oder mit Hercules spazieren war, rutschte der Zucker plötzlich in den Keller – und sie musste ständig Saft trinken oder essen. „Barbara, ich hab das Gefühl, ich kämpf gegen mich selbst!“ Und ja – das stimmt. Ihr Körper spielte Pingpong mit dem Blutzucker. Das Ergebnis: Angst vor Bewegung, ständiges Naschen aus Vorsicht, und mit der Zeit – mehr Gewicht.

00:01:40: Barbara Müller: Die Angst vor der Umstellung. Als das alte Insulin vom Markt genommen wurde, kam Frau Lindenfels in heller Aufregung zu mir. „Barbara, jetzt soll ich dieses neue Wocheninsulin spritzen! Nur einmal die Woche – aber so viel auf einmal! Das kann doch nicht gutgehen!“

00:02:06: Barbara Müller: Ich hab sie angelächelt und gesagt: „Vertrauen Sie der Wissenschaft – und mir. Das neue Insulin ist nicht böse – es ist einfach clever!“

00:02:20: Barbara Müller: Was macht das Wocheninsulin so besonders? Ich erkläre ihr: „Das Wocheninsulin ist sozusagen der Langstreckenläufer unter den Insulinen. Es wirkt ganz gleichmäßig über sieben Tage – kein Auf und Ab, kein Zuckerchaos. Stell dir das wie einen weichen Insulinteppich vor, der sich sanft über die Woche legt.

00:02:48: Barbara Müller: Jeden Tag wird nur ein kleines bisschen freigesetzt – ganz kontrolliert, ohne Zuckerachterbahn.“ Das Geheimnis liegt in der Bindung ans körpereigene Albumin – das Insulin bleibt daran hängen und wird nach und nach abgegeben. So gibt es keine Spitzen, und kaum plötzliche Unterzuckerungen, und das Leben wird ein Stückchen planbarer.

00:03:20: Barbara Müller: Weniger Hypo (Unterzuckerungen), mehr Leben. Nach ein paar Wochen kam Frau Lindenfels strahlend zur Kontrolle. „Barbara, ich kann’s kaum glauben! Ich hab keine Unterzuckerungen mehr – und Hercules freut sich, weil wir endlich wieder lange Spaziergänge machen!“

00:03:46: Barbara Müller: Ihr HbA1c-Wert nach 8 Wochen war großartig – ihre Blutzuckerwerte stabiler, gleichmäßig, einfach wunderbar. Und das Beste: Nur eine Injektion pro Woche! Keine täglichen Pens, kein Stress. „Ich fühl mich frei“, sagte sie. „Ich hab mehr Lebensqualität – und Hercules weniger Pausen.“

00:04:18: Barbara Müller: Was wir daraus lernen. Ich sag immer: „Manchmal braucht’s gar nicht mehr Insulin, sondern das richtige.“ Das Wocheninsulin hat für viele Menschen mit Typ-2-Diabetes den Alltag vereinfacht: weniger Hypoglykämien, stabilere Werte, weniger Gewichtszunahme – und ein gutes Stück Lebensfreude zurück.

00:04:48: Barbara Müller: Und: Wer weniger Angst vor Unterzuckerungen hat, bewegt sich automatisch wieder mehr – und Bewegung ist die beste Medizin.

00:05:02: Barbara Müller: Abschluss. So, meine Lieben – das war’s wieder mit „Diabetes einfach erklärt“. Ich hoffe, ihr habt geschmunzelt und vielleicht Mut gefasst, dass neue Therapieformen keine Bedrohung, sondern echte Chancen sind.

00:05:26: Barbara Müller: Und denkt dran: Nicht die Häufigkeit der Spritze zählt, sondern die Leichtigkeit, die sie euch bringt!

00:05:40: Barbara Müller: Bis zum nächsten Mal – eure Barbara Müller, Diabetesberaterin DDG, mit Herz, Humor und vielleicht einem kleinen Dackel, der gerade seinen Insulinteppich sucht.

00:06:15: Barbara Müller: (Schluss)