00:00:00: Schwanger sein ist süß genug da braucht keinen extra zucker hallo ihr lieben ich bin barbara müller diabetesberaterin ddg mit herz humor und jeder menge geschichten aus der echten praxis heute geht es um eine frau die gerade alles auf einmal erlebt und Ganz viel Freude und Hormone die verrückt spielen.
Manchmal Übelkeit und dann noch der Heißhunger Und jetzt auch noch in der Schwangerschaft. Ihr Name ist Julia. Sie ist 32, erwartet ihr zweites Kind und hat seit kurzem einen neuen Mitbewohner, den Gestationsdiabetes Julia ist immer hungrig: schwanger und vor allen Dingen ein bisschen genervt. Julia ist eine von diesen fröhlichen, energiegeladen Schwangeren Sie ist immer in Bewegung, immer hungrig und immer mit einem Augenzwinkern dabei. Als sie zu mir kommt, sagt sie gleich, Barbara, ich habe Hunger für zwei. Ich könnte immer zu essen. Wenn mir nicht übel ist, habe ich Hunger. Sie lebt mit ihrem Mann Frederik und ihrem Sohn Luke, der drei Jahre alt ist, mit ihrer Schwiegermutter zusammen in ihrem Elternhaus. Doris wohnt unten und sie wohnt mit ihrer Familie oben.
Doris kümmert sich liebevoll um alles. Hilft überall. Sie sorgt aber unerbittlich dafür, dass Julia nicht verhungert. Isst Kind. Das: Baby braucht Energie. Tja, und Julia isst. Weintrauben, saure Gurken, ab und zu auch mal ein Eis. Und das manchmal um drei Uhr in der Nacht. Das Resultat Acht Kilo mehr auf der Waage. Und jetzt ruft die Frauenärztin, stopp Julia, das ist zu viel. Ganz wichtig in der Schwangerschaft auf das Gewicht achten. Höchstens eine Gewichtszunahme von 10 bis 16 Kilo. Und denkt alle dran, nach der Schwangerschaft müssen die überflüssigen Pfunde auch wieder runter Wir müssen einen Dextro-OGT machen, einen Blutzuckerbelastungstest.
Wann wird denn der Dextro-OGT eigentlich gemacht? Der früheste Zeitpunkt ab der 24.00 Uhr: Schwangerschaftswoche. Spätestens empfohlen der Zeitpunkt 28.00 Das ist der beste Zeitraum, weil in dieser Phase die Schwangerschaftshormone die Insulinwirkung am stärksten bremsen. Genau dann zeigt sich ein Gestationsdiabetes. Julia erzählt mir vom Zuckerbelastungstest OGTT in der Frauenarztpraxis. Barbara, das war ein süßes Abenteuer, aber mit Happy End für die Laborwerte. Warum macht man das eigentlich? Ich erkläre es euch, wie ich es ihr erklärt habe. Ganz einfach. Der orale Glucose-Toleranz-Test prüft, ob der Körper den Zucker aus dem Blut schnell genug in die Zellen bekommt.
Das ist besonders in der Schwangerschaft wichtig, weil: der Hormonhaushalt den Zuckerstoffwechsel ordentlich durcheinanderwirbelt. Die Vorbereitung auf den Test ist ganz wichtig. Barbara ich habe mich ja extra vorbereitet sagte julia stolz und das ist auch ganz wichtig denn sonst wird das ergebnis verfälscht wir schauen auf den beipackzettel laut beipackzettel und medizinische leitlinie drei tage vor dem test sollte man ganz normal essen nicht hungern keine diät Und vor allen Dingen auch keine Zuckersperre.
Wichtig, mindestens 150 Gramm Kohlehydrate pro Tag. Am Testtag nüchtern in die Praxis kommen. Also nichts essen, nichts trinken, vielleicht ein Schluck Wasser. Wichtig, kein Kaffee, kein Tee: keine Milch. Die letzte Mahlzeit etwa 8 bis 10 Stunden vor dem Test. Auch wichtig, kein Sport. Auch nicht mit dem Fahrrad in die Praxis radeln. Vor allen Dingen auch kein Stress und auch keinen Ärger mit der Schwiegermutter. Und natürlich während des Tests nichts essen, nichts trinken oder rauchen. Das geht so und so in der Schwangerschaft nicht. Das Baby raucht mit. Schlecht für Mutter und vor allen Dingen für das Kind. Ich sage es immer so, der Körper soll zeigen, was er kann, ganz ohne Hilfe.
Dann trinkt man 75 Gramm Glucose in Wasser gelöst. Der erste Wert ist der nüchternen Wert. Dann wird nach einer und nach zwei Stunden wieder ein Blutzucker gemessen: Julia meinte danach, das war wie Sirop pur. Aber jetzt weiß ich wenigstens wie sich Zucker anfühlt. Und jetzt zu den Ergebnissen. Bei Julia sah das Ergebnis so aus.
Nüchtern 95 Milligramm bzw. 0,50 Millimol Zu hoch. Es sollte unter 92 Milligramm bzw. 0,51 Millimol liegen. Eine Stunde danach hatte sie 186 Milligramm bzw. 0,95 Millimol. Deutlich zu hoch. Es sollte unter 180 Milligramm bzw. 10,0 Millimol liegen Das wäre normal. Jetzt zwei Stunden danach hatte sie 160 Milligramm beziehungsweise: 8,9 Millimol. Auch zu hoch. Es sollte unter 153 Milligramm beziehungsweise 8,5 Millimol sein Sein Das wäre das Ziel. Damit war klar, die Diagnose Gestationsdiabetes. Ich sage immer, das ist überhaupt kein Drama. Julia, das ist eine Einladung bewusster zu essen. Die Gelüste und der Kühlschrank ruft. Julia hat diese typischen Schwangerschaftsgelüste.
Nachts wacht sie auf, geht leise zum Kühlschrank und der flüstert. Nur ein kleines Aus, das merkt doch keine. Jetzt muss ich doch mal lachen. Doch Julia, dein Blutzucker merkt's. Aber sie ist ehrlich und das ist auch gut so. Denn nur so können wir das Ganze: richtig angehen. Die Ernährungsberatung. In unserer Beratung erkläre ich ihr, wie man sich gesund ernährt. Gebe ihr auch noch einen Beispielspeiseplan mit. So könnte ein Tag aussehen Julia. Schau dir das mal an. Drei Haupt-, drei Zwischenmahlzeiten wichtig, immer Kohlehydrate dabei, langkettige Kohlehydrate also die ganz, ganz langsam ins Blut gehen, Eiweiß und Ballaststoffe und das solltest du alles kombinieren.
Immer viel Gemüse und Salat, auch Obst immer eine kleine Menge, da muss man ausprobieren wie hoch der Blutzucker ansteigt. Keine süßen Getränke und vor allen Dingen keine Säfte. Viel Wasser trinken, Tee aber keinen Kaffee mit Zucker. Und natürlich ganz regelmäßig den Blutzucker messen nach dem Profil für: Gestationsdiabetiker. Das Profil findet ihr auf meiner Webseite Wichtig ist auch das Ernährungstagebuch, das wir dann beim nächsten Termin besprechen. Schaut mal, dazu gibt es schon einen Podcast. Julia schaut mich an und sagt, Barbara, ich habe aber so Hunger. Ich esse doch für zwei. Ich? Nein, Julia. Du isst für dich und das Baby mit Herz und vor allen Dingen auch mit Verstand Julia kommt ganz regelmäßig in die Diabetesberatung.
Das ist ganz wichtig. Julia braucht jemanden an ihrer Seite, die ihr hilft, die sie unterstützt und die ihr vor allen Dingen auch die Angst nimmt. In der Praxis trifft sie auch viele andere Schwangere. Sie ist nicht alleine. Sie wird geschult, es wird alles überprüft von der Ernährung bis: zu den Blutzuckerwerten auch ob Insulin nötig ist oder nicht. Genauso regelmäßig hat sie Kontrollen bei ihrer Frauenärztin, die regelmäßig den Zustand des Kindes beurteilt. Sie überprüft die Größe und das Gewicht des Kindes auch die Fettverteilung, also wie dick ist der Bauch des Kindes Ein wichtiger Punkt ist auch die Fruchtwassermenge. Das wird alles im Mutterpass dokumentiert.
Sie wird von einem Team betreut bestehend aus Gynäkologin, Diabetologe, Diabetesberaterin. Übrigens unsere Julia hat alles gut gemacht. Sie schaffte es, mit Ernährung und Bewegung ihre Blutzuckerwerte in den Griff zu bekommen Das Ergebnis ist einzigartig Eine kleine Kala, Gewicht 3800 Gramm: Größe 51 Zentimeter. Sie ist vollkommen gesund und ich freue mich so, denn ich bin wieder ein bisschen Oma geworden. Ich hoffe, euch hat Julias Geschichte gefallen. Denkt dran, Schwangerschaftsdiabetes ist kein Drama, sondern eine Einladung, achtsam mit sich und mit dem Baby zu sein. Und wenn die Schwiegermutter wieder ruft, iss Kind, iss, dann einfach sagen, ja, aber diesmal Gurke statt Sahnetorte.
Ich sag tschüss bleibt gesund, fröhlich und zuckerbewusst Eure Barbara mit Herzhumor und jeder Menge Gurken im Kühlschrank Den Link zu den Infoblättern, Profil für Gestationsdiabetikerinnen und das Vorbereitungsblatt für den: Dextro-OGT findet ihr auf der Website. Auch noch andere wichtige Informationen. Wenn ihr mich unterstützen wollt, bewertet den Podcast und empfehlt ihm weiter. Alles Liebe, Barbara.