Diabetes einfach erklärt

Diabetes einfach erklärt

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Barbara Müller: Das einzelne Lebensmittel entscheidet über deinen Blutzucker, sondern das Zusammenspiel auf deinem Teller. Hallo ihr Lieben, hier ist wieder eure Barbara Müller, Diabetesberaterin DDG mit gaaanz viel Herz und einer Leidenschaft für erlebnisorientierte Schulung. Denn Lernen darf Spaß machen und Medizin kann so einfach sein. Barbara Müller: Wie schön, dass ihr alle wieder da seid. Ich freue mich wirklich. Danke, dass ihr euch die Zeit nehmt, diesen Podcast zu hören. Ganz ehrlich, als die Idee zu diesem Schulungspodcast entstanden ist, hätte ich nie gedacht, dass so viele Menschen Woche für Woche mit Herbert, mit Willi, mit der Martha und unserer ganzen Truppe auf Diabetes-Reise gehen würden.

Barbara Müller: Das freut mich riesig. Und falls ihr inzwischen schon einmal dabei gelacht habt, keine Sorge, Lachen ist erlaubt. Lachen lässt den Blutzucker zwar nicht verschwinden, aber die Schulung macht definitiv mehr Spaß. Ach, hier will noch jemand etwas sagen. Herbert. Ich glaube, das war schweinisch von Herbert für "Danke, dass ihr da seid".

Barbara Müller Denn Diabetes lernt man nicht an einem Tag. Aber mit jedem Podcast lernt ihr ein kleines Stück mehr. Heute geht unsere Reise weiter und ich verspreche euch jetzt, es wird lecker, denn heute sprechen wir über das Thema Ernährung. Aber bevor wir anfangen, muss natürlich erst noch einmal mein treuer Schulungsassistent seinen Einsatz: haben. Barbara Müller: Na, Herbert, bist du bereit für unsere Reise? Alle fangen an zu lachen. Sehr schön. Herbert ist auch wieder hoch motiviert. Ihr wisst ja, wenn Herbert grunzt, wird kurz zugehört, aber das klappt inzwischen schon richtig gut. Der Willi grinst. "Barbara, ich glaube, Herbert hört besser als ich." Jetzt fangen alle an zu lachen. Barbara Müller: Ich muss auch lachen. "Keine Sorge, Willi. Heute geht es nicht ums Hören. Heute geht's ums Essen. Und da bist du doch Experte." Willi nickt ganz stolz. "Das hat meine Martha auch immer gesagt." Martha verdreht lachend die Augen. "Ja, ja, Willi, beim Essen schon. Beim Gemüse schneiden eher weniger." Die Gruppe fängt an zu lachen.

Barbara Müller Ich schaue auf die Runde. Hand aufs Herz. Was war eigentlich euer erster Gedanke, als der: Arzt gesagt hat: "Sie haben Diabetes. Jetzt sollten Sie auf Ihre Ernährung achten."? Die Klara meldet sich sofort. Ich dachte nur, das war's. Nie wieder Kuchen. Der Heinz schüttelt den Kopf. Ich habe mich gefragt, warum überhaupt habe ich Diabetes? Barbara Müller: Ich esse doch gar nicht viel Zucker. Der Theo hebt die Hand. Ich hab das Internet gefragt. Ich fang an zu lachen. Und Theo, warst du danach schlauer? Der Theo grinst. Nein, Barbara, eher verwirrter. Der eine sagt, keine Kohlenhydrate. Der nächste sagt, viel Fett. Dann wieder nur Eiweiß. Irgendwann wusste ich gar nicht mehr, was ich überhaupt noch essen darf.

Barbara Müller Alle lachen und stimmen zu. Jetzt meldet sich Tanja. Ach Leute, meine: Nachbarin hat gleich drei Diäten für mich hervorgeholt und jede sollte die beste sein. Ich nicke. Ja, das kenne ich. Und du, Willi? Willi lehnt sich gemütlich zurück. Ich, ich habe Martha gefragt: Was gibt's zum Mittagessen? Martha ist für das Essen zuständig. Barbara Müller: Jetzt lacht die Martha. Ich habe gesagt: "Willi, es gibt Salat." Willi schaut gespielt entsetzt. Da wusste ich, jetzt wird's ernst. Alle fangen noch mal an zu lachen. Ich warte einen kleinen Moment. Wisst ihr was? Genau deshalb machen wir diese Schulung. Denn kaum fällt das Wort Diabetes, tauchen plötzlich tausend Regeln auf.

Barbara Müller Keine Kartoffeln mehr, kein Brot, keine Bananen, kein Kuchen. Am besten nur: noch Salat. Ich schüttele lächelnd den Kopf. Und jetzt kommt die gute Nachricht für euch: Ihr müsst nicht hungern und ihr braucht auch keine spezielle Diabetes-Diät. Und ihr kommt auch nicht in einen Käfig, wo draufsteht: "Bitte nicht füttern, ich habe Diabetes." Barbara Müller: Jetzt fangen noch mal alle an zu lachen. Und ihr dürft weiterhin mit Genuss essen. Ach, es geht Erleichterung durch die Runde. Heute geht es nicht um Verbote. Heute geht es auch nicht darum, Kalorien zu zählen oder jedes Gramm abzuwiegen. Heute wollen wir erst einmal verstehen, warum Essen unseren Blutzucker überhaupt beeinflusst.

Barbara Müller Denn wenn ihr versteht, was in eurem Körper passiert, werdet ihr später viele Entscheidungen ganz automatisch treffen.: Ich gehe zum Flipchart. Ich male einen Teller auf das Flipchart und in die Mitte schreibe ich ein einziges Wort: Energie. Jetzt habe ich eine Frage an euch: Warum essen wir eigentlich? Barbara Müller: Clara antwortet sofort: "Damit wir satt werden." Richtig, Clara. Heinz ergänzt: "Damit wir Kraft haben." Ganz genau. Theo, was meinst du? "Weil Essen einfach lecker ist." Jetzt fangen wieder alle an zu lachen. Ich nicke. Auch das stimmt. Aber unser Körper sieht Essen noch aus einer ganz anderen Perspektive. Stellt euch einmal vor, euer Körper wäre eine riesige Stadt.

Barbara Müller Millionen kleine Arbeiter sind Tag und Nacht unterwegs. Das Herz arbeitet, das Gehirn arbeitet, die Muskeln: arbeitet. Selbst wenn wir schlafen, macht unser Körper keine Pause. Und alle diese kleinen Arbeiter brauchen jeden Tag Nachschub. Deshalb essen wir. Nicht nur gegen den Hunger, sondern damit jede einzelne Zelle genug Energie und die richtigen Baustoffe bekommt. Barbara Müller: Ich nehme einen kleinen Werkzeugkasten vom Tisch. Stellt euch vor, wir wollen alle gemeinsam ein Haus bauen. Was brauchen wir für den Hausbau? "Steine", ruft der Theo. "Holz", ergänzt Clara. Heinz meint, wir brauchen einen Bauplan. "Und Handwerker", ruft der Willi. Ich fange an zu lachen. Genau. Und genauso funktioniert auch unser Körper.

Barbara Müller Er braucht unterschiedliche Baustoffe. Nur mit Ziegelsteinen entsteht kein ganzes Haus und nur mit einem einzigen Lebensmittel bleibt auch unser: Körper nicht gesund. Deshalb schauen wir uns jetzt gemeinsam die drei wichtigsten Bausteine unserer Ernährung an. Und keine Sorge, ich fang an zu lachen, heute wird niemand abgefragt. Barbara Müller: Außer vielleicht Herbert. Alle müssen wieder lachen. Ich schaue in die Runde. Bevor wir über einzelne Lebensmittel sprechen, möchte ich euch noch eine Frage stellen: Wer von euch hat nach der Diagnose schon einmal gedacht: "Das darf ich bestimmt nie wieder essen. Das ist schlecht für meinen Zucker." Fast alle Hände gehen nach oben.

Barbara Müller Ich schmunzelte. Ja, Leute, das habe ich mir gedacht. Clara, was stand bei dir ganz oben auf der Verbotsliste? Die Clara lacht. Natürlich Kuchen. Ich war überzeugt, Geburtstage sind für mich jetzt nur noch zum Zuschauen da. Und bei Heinz?: Kartoffeln. Mein Nachbar hat gesagt, die wären jetzt schlecht, die sind tabu. Barbara Müller: Aha, der Nachbar. Theo meldet sich. Im Internet hieß es sogar, ich dürfte nach achtzehn Uhr keine Kohlenhydrate mehr essen. Ja, das Internet ist manchmal wie ein riesiges Buffet. Da ist viel dabei, aber leider nicht alles, was richtig ist und vor allen Dingen, was gesund ist. Jetzt meldet sich noch mal der Willi. Barbara Müller: Also ich hab die Martha gefragt, ob es jetzt nur noch Körner und Salat gibt. Die Martha schaut mich an. Darauf habe ich gesagt, Barbara, erst mal schauen wir, was Barbara in der Diabetesschulung erzählt. Alle nicken zufrieden. Ja, genau deshalb seid ihr heute hier. Denn Ernährung bei Diabetes bedeutet nicht, dass ihr auf alles verzichten müsst.

Barbara Müller Es geht nicht um Verbote. Es geht: darum zu verstehen. Ich nehme einen Apfel in die Hand. Schaut euch mal diesen Apfel an. Was meint ihr? Ist der gesund? Alle nicken. Dann nehme ich ein Stück Vollkornbrot. Und das auch. Ist auch gesund, Vollkornbrot. Jetzt halte ich eine Kartoffel hoch. Der Willi grinst. Jetzt wird's spannend.

Barbara Müller Ich bin gespannt. Auch die Kartoffel ist kein Feind. Heinz schaut überrascht auf. Echt, Barbara? Kein Lebensmittel ist von Natur aus gut oder böse. Entscheidend ist immer das Gesamtbild. Was esse ich? Wie viel esse ich? Und womit kombiniere ich es? Ich lege alle Lebensmittel nebeneinander. Heute werden wir entdecken, warum unser Körper Nahrung braucht, warum Kohlenhydrate manchmal zu Unrecht: einen ganz schlechten Ruf haben, warum Eiweiß viel mehr ist als Muskelnahrung, warum Fett nicht automatisch ungesund ist und warum Ballaststoffe die heimlichen Superhelden auf unserem Teller sind. Barbara Müller: Der Herbert grunzt ganz laut. Ja, Herbert, ich weiß. Jetzt wird es wissenschaftlich.

Barbara Müller Aber keine Sorge, wir machen das wie immer ganz einfach. Ich gehe zum Flipchart, male ein kleines Haus. Stellt euch vor, euer Körper ist wie ein Haus. Ein Haus braucht Energie. Es braucht Baumaterial. Es braucht Menschen, die jeden Tag dafür sorgen, dass alles gut funktioniert. Genauso arbeitet auch: unser Körper. Barbara Müller: Jede einzelne Zelle braucht jeden Tag Nachschub und genau dieser Nachschub liefern wir mit unserem Essen. Deshalb lautet unsere erste wichtige Erkenntnis: Ich schreibe es ganz groß auf das Flipchart. Essen ist vielleicht mehr, als nur satt zu werden. Essen liefert Energie. Essen liefert Baustoffe. Das Essen schützt unseren Körper und Essen darf vor allem eines bleiben.

Barbara Müller Ich schaue noch mal in die Runde Essen darf Genuss sein. Jetzt atmet der Willi aber ganz erleichtert auf. Na, Gott sei Dank. Ich dachte schon, jetzt kommt wieder der Salat. Martha schubst ihn lachend: leicht mit dem Ellenbogen an. Willi, keine Sorge, Willi. Heute nehmen wir niemandem den Schweinsbraten weg. Barbara Müller: Wir zeigen nur, wie dein Körper mit dem Essen arbeitet. Und wenn wir das verstanden haben, wird vieles plötzlich ganz logisch. Also ihr Lieben, lasst uns gemeinsam einen Blick unter die Motorhaube unseres Körpers werfen Ich stelle mich vor die Runde und sage: „Diabetes bedeutet nicht, dass Essen plötzlich zum Feind wird.

Barbara Müller Ganz im Gegenteil. Essen ist Medizin, Essen ist Energie. Essen ist Lebensqualität und Essen darf weiterhin Freude machen." Ich nehme noch einmal den großen Teller in die Hand. Heute haben wir gelernt, warum unser Körper Nahrung braucht. Wir haben: gesehen, dass Kohlenhydrate, Eiweiß und Fette alle ihre Aufgaben haben. Barbara Müller: Keine dieser Nährstoffe ist grundsätzlich gut oder schlecht. Entscheidend ist immer das Zusammenspiel. Ich lege einen Apfel, ein Stück Vollkornbrot, eine Handvoll Nüsse und etwas Gemüse auf den Teller. Und wir werden in der nächsten Stunde noch einen neuen Helden kennenlernen: die Ballaststoffe. Sie sorgen dafür, dass unser Blutzucker nicht mit Vollgas über die Autobahn rast, sondern ganz entspannt über die Landstraße fährt.

Barbara Müller Der Heinz nickt. "Barbara, das Bild mit der Landstraße, das merke ich mir." Ich lächle. Genau darum geht es. Nicht alles perfekt machen, sondern verstehen. Denn wer versteht, trifft im Alltag fast automatisch bessere: Entscheidungen. Jetzt möchte ich von jedem von euch wissen: Was nehmt ihr denn heute mit? Klara: "Ich darf weiterhin genießen." Barbara Müller: Heinz: "Kartoffeln sind nicht verboten." Theo: "Ich frage künftig erst Barbara und dann das Internet." Die ganze Gruppe fängt an zu lachen. Tanja sagt nachdenklich: "Ich muss keine Diät machen. Ich muss nur lernen, meinen Teller anders zusammenzustellen." Ja, genau, Tanja. Der Willi meldet sich. "Also bekomme ich meinen Schweinsbraten nicht weggenommen."

Barbara Müller Nein, Willi. Aber vielleicht bekommt er künftig etwas mehr Gemüse als Gesellschaft. Die Martha lacht. "Barbara, das hör ich gern." Ja, ich nehme noch mal Herbert in die Hand. Na, Herbert, sind wir für heute fertig? Herbert grunzt. Die Gruppe lacht.: Ich freue mich, dass ihr heute wieder dabei wart. Beim nächsten Mal bauen wir gemeinsam den perfekten Teller. Barbara Müller: Wir lernen Kohlenhydrate, Fette, Eiweiß kennen und auch die Ballaststoffe. Wir schauen uns an, wie eine Mahlzeit aufgebaut sein kann, welche Portionsgrößen sinnvoll sind und wie kleine Veränderungen im Alltag oft eine ganz große Wirkung haben. Bis dahin wünsche ich euch viele genussvolle Mahlzeiten. Barbara Müller: Bleibt ganz neugierig und denkt immer daran: Nicht Perfektion verändert den Blutzucker, sondern viele kleine gute Entscheidungen.

Barbara Müller Wenn ihr mich unterstützen wollt, bewertet bitte den Podcast und empfehlt ihn weiter. Alles Liebe, eure: Barbara und tschüss.