Barbara Müller: Der Sensor sagt dir nicht, was du essen darfst. Er zeigt dir, was dein Körper daraus macht. Und genau dieses Wissen schenkt Freiheit Barbara Müller: Bevor wir mit der heutigen Geschichte beginnen, möchte ich mich herzlich bei Roche Diagnostics Deutschland bedanken. Diese Episode entsteht in Kooperation mit Roche Diagnostics Deutschland. Als Diabetesberaterin ordne ich das Thema fachlich ein. Die Bereitstellung von Informationen zum Accu-Check SmartGuide Sensor erfolgt im Rahmen dieser Zusammenarbeit mit Roche.
Barbara Müller Aus meiner Praxis weiß ich, wie wichtig moderne Technik ist. Roche: stellt beispielsweise den Accu-Check SmartGuide Sensor mit KI-gestützter Vorhersage zur Verfügung. Er zeigt dir nicht nur deinen aktuellen Glukosewert, sondern gibt dir auch eine Vorhersage, wie sich dein Glukosewert in den nächsten zwei Stunden voraussichtlich entwickeln wird. Barbara Müller: Außerdem warnt er dich bereits dreißig Minuten vor einem wahrscheinlich niedrigen Glukosewert und gibt dir Vorschläge, wie du deinen Wert stabilisieren kannst. Er kann dich sogar frühzeitig vor möglichen nächtlichen Unterzuckerungen warnen. Doch heute soll es gar nicht in erster Linie um Technik gehen.
Barbara Müller Heute geht es um eine: wunderbare Geschichte. Eine Geschichte über Neugier, über Lebensfreude und darüber, wie ein Eisbecher plötzlich zu einem kleinen Forschungsexperiment werden kann. Hallo ihr Lieben, ich bin Barbara Müller, Diabetesberaterin DDG. Wie schön, dass ihr wieder dabei seid. Und vielen Dank für eure Nachrichten, eure Fragen und eure Treue.
Barbara Müller Ich freue mich sehr, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen. Heute nehme ich euch mit in meinen Beratungsalltag und heute geht es um Annemarie. Annemarie ist 71 Jahre jung, humorvoll. Sie ist neugierig und inzwischen wahrscheinlich die engagierteste Diabetesforscherin ihrer: Stammeisdiele. Jetzt kommt Annemarie zur Beratung. Barbara Müller: Annemarie kenne ich schon seit vielen Jahren. Als sie damals die Diagnose Typ-zwei-Diabetes bekam, war das ein ganz, ganz großer Schock für Annemarie. Besonders belastend waren die Nächte. Sie hatte mehrere Unterzuckerungen und ihr Mann und sie hatten Angst. Als sie heute in mein Beratungszimmer kommt, lächelt sie mich an.
Barbara Müller „Barbara, weißt du noch, wie viel Angst ich früher vor der Nacht hatte?" „Natürlich, Annemarie." Ja, sie nickt. „Barbara, heute schlafen wir beide wieder ruhig." Für einen Moment sagen wir nichts. Manchmal sagen wenige Worte mehr als lange Erklärungen. „Annemarie, was hat sich: verändert?" „Barbara, ich hätte nie gedacht, dass so ein kleiner Sensor mein Leben verändern kann", erzählt mir Annemarie. Barbara Müller: Sie zeigt mir ihr Smartphone. „Barbara, jetzt sehe ich jederzeit meinen Glukosewert und sogar stell dir vor, wie er sich in den nächsten zwei Stunden wahrscheinlich entwickeln wird." Vor allem aber, sagt sie zu mir, sei etwas ganz anderes passiert: „Barbara, ich habe die Angst verloren." Denn sie müssen nicht mehr ständig rätseln, was in ihrem Körper gerade so passiert.
Barbara Müller Genau das ist für mich der größte Gewinn moderner Glukosemessung. Sie ersetzt den Mensch nicht. Sie hilft ihm, den eigenen Körper besser zu: verstehen. Annemarie entwickelt ein unerwartetes Hobby. Barbara Müller: Und Annemarie, was machst du denn jetzt mit deiner neuen Freiheit? Annemarie grinst mich an. Ich habe endlich einen Grund, Barbara, regelmäßig in meine Lieblings-Eisdiele Venezia zu gehen. Ich muss lachen: Aber Annemarie, jetzt bin ich aber neugierig. Jetzt kommt das große Eosexperiment. Du hast doch immer gesagt, ich soll meinen Körper besser kennenlernen.
Barbara Müller Also Barbara, habe ich beschlossen, genau das zu tun. Mithilfe von Salvatore, dem feurigen Italiener und seinem Eis. Ja und was sagt Salvatore: dazu? Barbara, er hält mich inzwischen für eine Wissenschaftlerin. Ich muss mir anfangen zu lachen. Wie kommt er denn darauf? Barbara, stell dir vor, vor jeder Kugel Eis schaue ich erst auf meinen Sensor. Barbara Müller: Danach wieder. Nach einer Stunde noch einmal und manchmal nach zwei Stunden erneut. Annemarie lacht. Irgendwann fragte Salvatore: Annemarie, genießt du dein Eis eigentlich noch oder untersuchst du es nur noch? Wir fangen beide an zu lachen und genau so begann wahrscheinlich das süßeste Diabetes-Experiment der Welt.
Barbara Müller Ich lehne mich zurück und lächle. "Na gut, Frau Professorin,: erzähl mir mal, was hast du denn so herausgefunden?" Annemarie holt ihr Smartphone hervor. "Barbara, mein erstes Experiment war Erdbeersorbet." Sie zeigt mir ihren Glukoseverlauf. "Barbara, ich war so überrascht. Mein Glukosewert ist viel schneller gestiegen, als ich gedacht hätte." Barbara Müller: Ich nicke. "Annemarie, das erleben viele Menschen. Sorbet enthält meist wenig Fett, dafür aber relativ viel Zucker. Weil das Fett als natürlicher Bremser fehlt, gelangen die Kohlenhydrate schneller ins Blut. Deshalb steigt der Glukosewert häufig rasch an." Annemarie lacht. "Salvatore war ganz stolz und meinte: Annemarie, Erdbeersorbet, das ist das leichte Eis."
Barbara Müller Ich schmunzle.: "Für die Kalorien mag das stimmen, was Salvatore sagt. Für den Glukoseverlauf bedeutet leicht aber nicht automatisch einen langsameren Anstieg." Barbara Müller: Jetzt kommt Versuch Nummer zwei. Ein paar Tage später erzählt Annemarie weiter: "Barbara, habe ich Schokoladeneis mit Sahne und Nüssen bestellt." "Ja und Annemarie, was ist passiert?" "Barbara, diesmal stieg mein Glukosewert deutlich langsamer." "Ja, genau, das beobachten wir häufig", erkläre ich ihr. Fett und Eiweiß sorgen dafür, dass die Nahrung langsamer verdaut wird.
Barbara Müller Dadurch gelangen die Kohlenhydrate verzögert ins Blut. Der Glukosewert steigt oft flacher an,: bleibt dafür aber etwas länger erhöht. Annemarie nickt. "Also Barbara, gibt es kein gutes oder schlechtes Eis?" "Nein, Annemarie. Es gibt nur unterschiedliche Reaktionen des Körpers. Genau deshalb ist es so spannend, den eigenen Glukoseverlauf kennenzulernen. Barbara Müller: Nicht jedes Essen wirkt gleich. Dieses Prinzip gilt übrigens nicht nur für Eis. Viele Menschen fragen mich: Warum steigt mein Glukosewert nach Spaghetti mit Tomatensoße oft schneller als nach Pasta mit Lachs und einem Sahnesößchen? Die Antwort ist ähnlich: Eine Tomatensoße enthält meist wenig Fett und Eiweiß.
Barbara Müller Deshalb werden die Kohlenhydrate schneller aufgenommen." Lachs und Sahne: verlangsamen dagegen die Verdauung. Der Glukosewert steigt häufig langsamer an, bleibt dafür aber länger erhöht. Das bedeutet allerdings nicht, dass das Sahnesößchen grundsätzlich die bessere Wahl ist. Sie enthält deutlich mehr Kalorien. Barbara Müller: Ganz entscheidend ist immer deine persönliche Situation und dein individuelles Therapieziel. Wichtig ist dabei natürlich: Jede Anpassung der Ernährung oder Therapie sollte immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt oder Diabetologen erfolgen. Und es gibt nicht die eine richtige Ernährung. Genau deshalb gibt es auch keine Ernährung, die für alle Menschen mit Diabetes gleichermaßen passt.
Barbara Müller Manche möchten Gewicht reduzieren,: andere wollen ihre Glukosewerte möglichst stabil halten. Wieder andere wünschen sich vor allem mehr Sicherheit im Alltag oder ruhigere Nächte. Deshalb frage ich in der Beratung selten: "Wie hoch ist der Glukosewert?" Viel wichtiger ist für mich die Frage: "Was willst du denn erreichen?" Barbara Müller: Denn erst wenn ich das persönliche Ziel kenne, dann können wir gemeinsam einen Weg finden, der zu dir passt. Eine kontinuierliche Glukosemessung hilft dabei enorm. Sie zeigt nicht nur Zahlen, sie macht sichtbar, wie Ernährung, Bewegung, Stress oder Schlaf ganz individuell auf deinen Körper wirken. Und genau dieses Wissen hilft dir dabei, gute Entscheidungen zu treffen.
Barbara Müller Nicht aus: Angst, sondern aus Verständnis. Ja, und die Bewegung wird zum Forschungslabor Barbara Müller: Annemarie hat etwas Spannendes entdeckt. Sie trainiert inzwischen regelmäßig auf ihrem Heimtrainer. Früher hat sie einfach gehofft, dass Bewegung gut für ihren Diabetes ist. Heute kann sie auf ihrem Sensor beobachten, was tatsächlich passiert. „Barbara", erzählt sie mir, „während des Trainings sinkt mein Glukosewert langsam und manchmal wirkt die Bewegung sogar noch Stunden später nach."
Barbara Müller Ja, Annemarie, genau das erleben viele Menschen. Bewegung verbessert die Insulinempfindlichkeit und kann den Glukoseverlauf: noch lange ganz, ganz positiv beeinflussen. Annemarie lächelt. „Barbara, früher hab ich gehofft und heute weiß ich es." Ich lächle zurück. Und genau das ist der große Unterschied. Du musst nicht mehr raten. Barbara Müller: Du kannst deinen Körper Schritt für Schritt verstehen. Und vor allen Dingen, der Sensor bewertet nicht, er erklärt. Annemarie, was gefällt dir denn eigentlich am meisten an deinem Sensor? Sie muss nicht lange überlegen. „Barbara, dass er mir nichts verbietet." Ich schaue sie an. Wie meinst du das? „Früher hab ich oft das Gefühl, ständig etwas falsch zu machen.
Barbara Müller Heute sehe ich einfach, wie mein Körper reagiert. Der Sensor sagt mir nicht, was ich essen darf oder nicht. Er: zeigt mir einfach, was passiert." Ja, und genau das ist der entscheidende Unterschied. Moderne Glukosemessung bewertet nicht. Sie macht Zusammenhänge sichtbar. Sie zeigt dir deinen aktuellen Glukosewert und wie er sich in den nächsten zwei Stunden voraussichtlich entwickeln wird und kann dich sogar frühzeitig vor einer möglichen nächtlichen Unterzuckerung warnen. Barbara Müller: Und dieses Wissen, das schafft Sicherheit. Nicht Kontrolle, sondern Vertrauen.
Barbara Müller Wichtig ist, jeder Mensch reagiert anders. Was mir in meiner täglichen Arbeit immer wieder begegnet, das ist die Frage "Barbara, was darf ich denn nun essen?" Und meine Antwort lautet fast immer: "Das kann ich nicht pauschal beantworten, denn jeder Mensch isst anders." Selbst dieselbe Mahlzeit kann abhängig von Bewegung, Stress, Tageszeit, Medikamenten oder auch der Portionsgröße ganz unterschiedliche Glukoseverläufe verursachen. Barbara Müller: Genau deshalb gibt es keine allgemeine Tabelle, die für alle passt und es gibt auch keinen Ernährungsplan. Und jeder Körper erzählt eine eigene Geschichte. Und genau diese Geschichte macht eine kontinuierliche Glukosemessung sichtbar. Und das ist für mich der größte Fortschritt. Wir müssen nicht mehr vermuten, wir können verstehen.
Barbara Müller Neugier statt schlechtem Gewissen. Ich frage Annemarie „Hat sich dein Blick,: Annemarie, auf den Diabetes verändert?" Annemarie nickt. „Sehr sogar. Früher, Barbara, hatte ich oft ein schlechtes Gewissen, wenn mein Glukosewert einmal höher war." Sie macht eine kurze Pause. „Heute frage ich mich nicht mehr, was hab ich denn falsch gemacht, sondern warum ist das passiert?" Barbara Müller: „Genau, Annemarie, das ist ein wunderbarer Unterschied. Und genau darum geht es. Nicht um Schuld, nicht um Perfektion, sondern darum, den eigenen Körper immer besser kennenzulernen. Neugier ist oft der beste Begleiter im Diabetesalltag. Und vor allen Dingen, die Nächte sind wieder ruhiger." „Annemarie, wie geht es denn deinem Schatz, deinem Mann heute?"
Barbara Müller Annemarie lächelt. „Barbara, er schläft wieder: durch." Sie erzählt, dass früher viele Nächte von Sorge geprägt waren. Ihr Mann wurde immer wieder wach und schaute nach ihr. Aus Angst, sie könnte eine Unterzuckerung nicht bemerken. Heute ist vieles anders. Bevor die beiden schlafen gehen, werfen sie gemeinsam einen Blick auf die App zum Sensor auf dem Smartphone. Barbara Müller: Wenn sich eine nächtliche Unterzuckerung ankündigt, kann Annemarie rechtzeitig reagieren. „Barbara, das beruhigt uns beide. Und morgens schauen wir oft gemeinsam auf meinen Glukoseverlauf. Und Barbara, meistens mit einem Lächeln." Dieser Satz berührt mich, denn Diabetes betrifft selten nur den Menschen, der die Diagnose trägt.
Barbara Müller Er begleitet: oft auch Partner, Kinder und Angehörige. Wenn mehr Sicherheit einkehrt, profitieren deshalb häufig ganze Familien. Barbara Müller: Mehr als Technik. Manchmal werde ich gefragt, ob moderne Technik den persönlichen Kontakt ersetzt. Meine Antwort ist ganz klar: Nein. Technik ersetzt keine Beratung, aber sie kann Gespräche deutlich verbessern. Denn wenn wir gemeinsam auf einen Glukoseverlauf schauen, sprechen wir nicht mehr über Vermutungen.
Barbara Müller Wir sprechen einfach über den Alltag, über die Mahlzeit, über die Bewegung, über den Schlaf und über das echte Leben. Und genau daraus entstehen Lösungen, die: wirklich zum Menschen passen. Für mich ist das moderne Diabetesberatung. Keine Verbote, keine erhobenen Zeigefinger, sondern gemeinsames Verstehen. Barbara Müller: Der schönste Satz zum Schluss. Zum Schluss frage ich Annemarie: Annemarie, hat sich denn der ganze Aufwand gelohnt? Sie schaut mich an und überlegt. Dann sagt sie ganz ruhig: Barbara, früher hat der Diabetes mein Leben bestimmt. Heute habe ich mein Leben wieder selbst in der Hand. Ich antworte nichts, denn manche Sätze brauchen keine Erklärung.
Barbara Müller Jetzt kommt Barbaras: kleiner Mutmacher. Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, vielleicht nimmst du aus dieser Geschichte heut nur einen Gedanken mit. Diabetes bedeutet nicht perfekt sein. Und Diabetes bedeutet auch nicht, auf alles zu verzichten. Viel wichtiger ist es, den eigenen Körper immer besser kennenzulernen. Barbara Müller: Zu verstehen, wie Ernährung, wie Bewegung, Stress oder Schlaf deinen Glukoseverlauf beeinflussen kann. Genau dabei kann dich eine kontinuierliche Glukosemessung unterstützen. Es nimmt dir keine Entscheidung ab, aber sie macht Zusammenhänge sichtbar. Aus Vermutungen wird Wissen. Aus Unsicherheit entsteht Vertrauen.
Barbara Müller Und genau daraus wächst: Lebensqualität. Nicht, weil der Diabetes verschwindet, sondern weil du deinen Körper immer besser verstehst. Ein Eis mit einem guten Gefühl. Wenn du also das nächste Mal in einer Eisdiele sitzt, dann genieße dein Eis ganz bewusst. Schau neugierig auf deinen Glukoseverlauf. Barbara Müller: Vielleicht machst du danach noch einen kleinen Spaziergang. Und vielleicht denkst du dabei an Anne-Marie, an ihre Neugier, an ihren Mut, etwas Neues auszuprobieren. Und daran, dass es im Diabetesalltag nicht darum geht, alles perfekt zu machen, sondern den eigenen Weg zu finden. Ich bin Barbara Müller.
Barbara Müller Vielen Dank, dass du heute dabei warst. Wenn dir diese Folge gefallen hat, freue ich mich, wenn du den Podcast weiterempfiehlst: oder beim nächsten Mal wieder einschaltest. Auf meiner Website findest du passend zu dieser Folge ein ganz, ganz leckeres sommerliches Erdbeereisrezept sowie weitere Informationen zum Accu-Check Smart Guide und seinen Funktionen im Alltag. Barbara Müller: Im Download-Center unter Medizinprodukte findest du außerdem eine ausführliche Produktinformation und ganz, ganz viele spannende Details. Schau gerne einmal vorbei. Vielleicht startest du schon bald dein eigenes Diabetes-Experiment. Passt gut auf euch auf. Nicht, weil ihr es müsst, sondern weil ihr es wert seid. Barbara Müller: Bis zum nächsten Mal. Alles Liebe, Barbara Müller.